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Deutsches Reich, Preußen

Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (Ludwig Yorck von Wartenburg)

Hans David Ludwig Yorck von Wartenburg (* 26th...

Hans David Ludwig Yorck von Wartenburg (* 26th September 1759 in Potsdam; † 4th October 1830 at Gut Klein-Öls, Landkreis Ohlau, Niederschlesien), oil on canvas, 79 cm x 62 cm Deutsch: Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (* 26. September 1759 in Potsdam; † 4. Oktober 1830 auf Gut Klein-Öls, Landkreis Ohlau, Niederschlesien), Öl auf Leinwand, 79 x 62 cm; SPSG, GK I 2925. (Photo credit: Wikipedia)

Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (* 26. September 1759 in Potsdam; † 4. Oktober 1830 auf Gut Klein-Öls, Landkreis Ohlau, Niederschlesien) war ein preußischer Generalfeldmarschall und Begründer des Adelsgeschlechts Yorck von Wartenburg.

Sein Vater David Jonathan von Yorck, * 7. Juli 1721 in Rowe im Kreis Stolp in Pommern, war Kapitän und Inhaber einer Infanteriekompanie der preußischen Armee.

Johann David war ein uneheliches Kind. Die Mutter Maria Sophia Pflug stammte aus Potsdam und war die Tochter eines Handwerkers. Erst im Januar 1763 heiratete das Paar.

Sein Großvater Jan Jarka (auch: Johann Jarken) wohnte auf dem Gute Gostkow (daher der Titel Gostkowski) und war Pastor in Rowe.

Die Wurzeln der evangelischen Familie gehen zurück auf die Kaschuben. Sein Vater änderte den Namen von Jark in Yorck und verzichtete auf den Namensbestandteil „von Gostkowski“.

General Yorck um 1812

Mit 13 Jahren trat Yorck als Gefreitenkorporal (Junker) in ein preußisches Infanterieregiment ein, wo er 1777 Secondeleutnant wurde.

Im Januar 1780 mußte er die Armee infolge einer Verurteilung zu einer einjährigen Festungsstrafe wegen Insubordination verlassen.

Er hatte gegenüber seinem vorgesetzten Kapitän, der im Verdacht der Bereicherung während des vorangegangenen Bayerischen Erbfolgekrieges stand, öffentlich Verachtung gezeigt. Die Festungshaft erfolgte in der Zitadelle Friedrichsburg in Königsberg.

Nach der Haftentlassung verweigerte ihm der König Friedrich der Große die Wiedereinstellung in die Armee.

Im Juli 1781 erhielt Yorck in einem Schweizerregiment in niederländischen Diensten eine Kapitänsstelle. Die Truppe ging nach Kapstadt und nahm 1783/84 auf französischer Seite an dem Ostindien-Feldzug gegen die Engländer teil.

Bei seiner Rückkehr nach Potsdam im Januar 1786 lehnte Friedrich II. eine erneute Bewerbung für den preußischen Armeedienst ab.

Erst sein Nachfolger König Friedrich Wilhelm II. erteilte Yorck im Mai 1787 ein Patent als Kapitän und Kompanieinhaber. 1792 wurde er zum Major und nach dem Polenfeldzug 1794/95 zum Bataillonskommandeur ernannt, 1799 dann zum Kommandeur des Feldjägerregimentes, dessen Chef er, inzwischen im Range eines Obersten, 1805 wurde. Die rasche Karriere entsprach seinen großen Verdiensten um die Modernisierung des Schützendienstes für die zeitgenössische Kriegführung.

1806 im Krieg gegen Napoleon Bonaparte kommandierte er die Vorhut des Herzogs von Weimar und mußte sich nach der Kunde von den Katastrophen bei Jena und Auerstedt durch den Harz zurückziehen, um sich mit dem Korps Blüchers zu vereinigen.

Denkmal für die Gefechte bei Nossentin

In der Deckung des Abzuges Blüchers nach Norden über die Elbe gelang Yorck am 26. Oktober das erfolgreiche Gefecht von Altenzaun gegen die verfolgenden Franzosen.

Er führte die Nachhut Blüchers, u. a. in den Gefechten bei Waren und Silz-Nossentin am 1. November 1806.

In Lübeck wurde er im Straßenkampf verwundet und gefangen genommen. Im Juni 1807 gegen einen französischen Generaladjutanten ausgewechselt, wurde Yorck in Königsberg zum Generalmajor ernannt und mit dem Orden Pour le Mérite dekoriert. Er erhielt bei der Neuorganisation des preußischen Heeres die westpreußische Brigade und 1810 die Generalinspektion der leichten Truppen, deren Ausbildung er mit Erfolg leitete. 1811 wurde er Generalgouverneur zuerst in West- und dann auch in Ostpreußen.

Yorck erhielt 1812 als Generalleutnant und Nachfolger von General Grawert den Befehl über ein preußisches Hilfskorps, das als Teil des X. Armeekorps unter Macdonald an Napoleons Rußlandfeldzug teilnehmen mußte. Beim Rückzug der Grande Armée übernahm er die Nachhut und verlor dabei die Verbindung mit den französischen Einheiten.

Auf Drängen seiner Offiziere neutralisierte er am 30. Dezember 1812 in der Konvention von Tauroggen mit dem russischen General Diebitsch sein Korps, ohne die erbetene Zustimmung König Friedrich Wilhelm III. erhalten zu haben. Yorck riskierte damit seinen Kopf; aber er und seine Umgebung, wie auch die russische Seite, hatten die Lage zutreffend beurteilt. Die Nachricht des Waffenstillstands zwischen Preußen und Rußland löste, beginnend in Ostpreußen, eine offen ausbrechende Erhebung gegen die französische Herrschaft in Norddeutschland aus.

Yorck selbst hat im Haus der Ostpreußischen Generallandschaftsdirektion durch einen Aufruf die eigenverantwortliche Aufstellung der Landwehr in Königsberg durch die ostpreussischen Stände durchgesetzt. Der König konnte sich schon im Februar der Entwicklung nicht mehr entziehen. Später prüfte eine Kommission die Konvention und sprach Yorck von allen Vorwürfen der Eigenmächtigkeit frei. Der Maler Otto Brausewetter hat den Aufruf in seinem bekanntesten Gemälde Ansprache des Grafen Yorck vor den ostpreußischen Ständen in Königsberg am 5. Februar 1813 festgehalten.

Am 17. März 1813 ritt Yorck an der Spitze seines Korps, unbeweglich starr nach vorn blickend und ohne vom frenetischen Jubel der Bevölkerung Kenntnis zu nehmen, in Berlin ein.

Denkmal in Wartenburg

Im dann beginnenden Freiheitskrieg gegen Frankreich kämpfte Yorck unter Wittgenstein in den Schlachten von Großgörschen und Bautzen. Der Schlesischen Armee, unter Blücher, zugeteilt, entschied er die Schlacht an der Katzbach und erkämpfte am 3. Oktober 1813 gegen Bertrand in der Schlacht bei Wartenburg den strategisch entscheidenden Elbübergang Blüchers. Ebenso blieb Yorck siegreich bei Möckern in der anschließenden Völkerschlacht bei Leipzig.

Nach der Schlacht drängte er die Franzosen am 20. Oktober über die Unstrut.

Am 1. Januar 1814 ging Yorck als General der Infanterie bei Kaub über den Rhein und konnte am 11. Februar 1814 ein russisches Korps bei Montmirail vor dem Untergang retten. Bei Laon führte am 9. März 1814 sein Angriff zum Sieg. Seine letzte Schlacht war die um Paris am 30. März 1814 . Am 31. März 1814 erhielt er das Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Im März 1814 erhob der König Yorck mit dem Namenszusatz „von Wartenburg“ in den Grafenstand und dotiert ihn mit der ehemaligen Malteserkommende Klein-Öls. Nach der Rückkehr Napoleons von Elba erhielt Yorck das Kommando über das V. Korps, das sich als Reserve an der Elbe sammeln sollte. Da Yorck dies als Zurücksetzung ansah, bat er um seinen Abschied, der ihm erst nach dem Frieden und nach mehrmaliger Wiederholung 1815 gewährt wurde.

Am 5. Mai 1821 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt.

Am 4. Oktober 1830 starb Yorck auf seinem vom König verliehenen Gut Klein-Öls bei Breslau.

Yorck wird als strenger und unzugänglicher Charakter geschildert, der seine Ziele mit großer Hartnäckigkeit verfolgte.

Zeitgenossen nannten ihn „einen Mann aus gehacktem Eisen“ oder den „alten Isegrimm“. Bei der Mannschaft war er wegen seines Bemühens um das Wohl der Truppe beliebt.

Die schonungslose Kriegführung Blüchers und Gneisenaus lehnte er ab.

Er galt als überaus eigenwilliger Truppenführer und schwieriger Befehlsempfänger.

Ehrungen

Gedenktafel an der Stelle des Geburtshauses in Potsdam

Nach Ludwig Yorck von Wartenburg benannt sind unter anderem

Siehe auch: Yorck-Denkmal

Literatur

Film

UFA-Film (1931)[1]: Yorck. Regie: Gustav Ucicky. Darsteller: Werner Krauß als General Yorck von Wartenberg, Rudolf Forster als König Friedrich Wilhelm III von Preußen, Gustaf Gründgens als Karl August Fürst von Hardenberg.

Weblinks

 Commons: Johann David Ludwig Yorck von Wartenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.imdb.de/title/tt0022585/

Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (26 September 1759 – 4 October 1830) was a Prussian Generalfeldmarschall instrumental in the switching of the Kingdom of Prussia from a French alliance to a Russian alliance during the War of the Sixth Coalition. Ludwig van Beethoven’s „Yorckscher Marsch“ is named in his honor.

The Field Marshal’s surname is Yorck; Wartenburg is a battle-honour appended to the surname as a title of distinction (cf. Britain’s Montgomery of Alamein).

Yorck’s father, David Jonathan Jark (von Gostkowski), was born in Rowe in Pomerania[1] (today Rowy, Poland), to a Lutheran Pastor and was a Hauptmann (captain) in Frederick II of Prussia’s army. Yorck’s mother was born in Potsdam. His family came from a small estate in Gostkow and traced its origins from the Kashubians of Pomerania. Yorck was born in Potsdam and changed his name from Jark to Yorck to make it look more English (York) and dropped the „von Gostkowski“.

Yorck entered the Prussian army in 1772, but after seven years‘ service was cashiered for disobedience, having criticized his superior for his recruiting methods. Entering Dutch service three years later he took part in the operations of 1783-84 in the East Indies as captain. He took part with the French army in a battle against British troops in Cape Town. Returning to Prussia in 1785 he was, on the death of Frederick the Great, reinstated in his old service, and in 1794 took part in the operations in Poland during the Kościuszko Uprising, distinguishing himself especially at Szczekociny.

Five years afterwards Yorck began to make a name for himself as commander of a light infantry regiment, being one of the first to give prominence to the training of skirmishers. In 1805 he was appointed to the command of an infantry brigade, and in the disastrous Jena campaign he played a conspicuous and successful part as a rearguard commander, especially at Altenzaun. He was taken prisoner, severely wounded, in the last stand of Blücher’s corps at Lübeck.
In the reorganization of the Prussian army which followed the Treaty of Tilsit, Yorck was one of the leading figures. At first major-general commanding the West Prussian brigade, afterwards inspector-general of light infantry, he was finally appointed second in command to General Grawert, the leader of the auxiliary corps which Prussia was compelled to send in support of Napoleon’s invasion of Russia. The two generals did not agree, Grawert being an open partisan of the French alliance, and Yorck an ardent patriot, but before long Grawert retired, and Yorck assumed the command.

Opposed in his advance on Riga by the Russian General Steingell, Yorck displayed great skill in a series of combats which ended in the retreat of the enemy to Riga. Throughout the campaign he had been the object of many overtures from the enemy’s generals, and though he had hitherto rejected them, it was soon borne in upon him that the French Grand Army was doomed. Marshal MacDonald, his immediate French superior, retreated before the corps of Diebitsch, and Yorck found himself isolated. As a soldier his duty was to break through, but as a Prussian patriot his position was more difficult. He had to judge whether the moment was favorable for the war of liberation; and, whatever might be the enthusiasm of his junior staff-officers, Yorck had no illusions as to the safety of his own head. On 20 December the general made up his mind.

The Convention of Tauroggen armistice, signed by Diebitsch and Yorck without consent of their king, declared the Prussian corps „neutral“. The news was received with the wildest enthusiasm, but the Prussian Court dared not yet throw off the mask, and an order was despatched suspending Yorck from his command pending a court-martial. Diebitsch refused to let the bearer pass through his lines, and the general was finally absolved when the Treaty of Kalisz placed Prussia on the side of the Allies. Yorck’s act was nothing less than the turning-point of Prussian history. His veterans formed the nucleus of the forces of East Prussia, and Yorck himself in public took the final step by declaring war on Napoleon as the commander of those forces.

Statue of Yorck von Wartenburg on the Unter den Linden, Berlin.
On 17 March 1813, Yorck made his entry into Berlin in the midst of the wildest exuberance of patriotic joy. On the same day the king declared war. During 1813-14 Yorck led his veterans with conspicuous success. He covered Blücher’s retreat after Bautzen and took a decisive part in the battles on the Katzbach. In the advance on Leipzig his corps won the action of Wartenburg (4 October) and took part in the crowning victory in the Battle of the Nations of 18 October. In the campaign in France, Yorck drew off the shattered remnants of Osten-Sacken’s corps at Montmirail, and decided the day at Laon.

The storming of Paris was Yorck’s last fight. In the campaign of 1815 none of the older men were employed in Blücher’s army, in order that August von Gneisenau might be free to assume command in case of the old prince’s death. Yorck was appointed to a reserve corps in Prussia, and, feeling that his services were no longer required, he retired from the army. His master would not accept his resignation for a considerable time, and in 1821 made him Generalfeldmarschall. He had been made Graf Yorck von Wartenburg in 1814. The remainder of his life was spent on his estate of Klein-Öls (today Oleśnica Mała, Poland) in Silesia, a gift of the king. A statue by Christian Daniel Rauch was erected in Yorck’s honor in Berlin in 1855. The former football club Yorck Boyen Insterburg was also named in honor of Yorck.

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